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Mallorca offline: Kabelmast-Sturz legt 400 Haushalte im Westen von Palma lahm

Mehr als zwei Wochen nach dem Vorfall ist die Glasfaserverbindung weiterhin nicht wiederhergestellt

Das Kabel des umgestürzten Mastes liegt noch am Boden, und die Anwohner haben seit zwei Wochen kein Internet | Foto: UH

| | Mallorca |

In Palmas Stadtteil Bonanova sind seit dem 1. Februar rund 400 Haushalte von einem anhaltenden Internetausfall betroffen. Wie die spanischsprachige MM-Schwesterzeitung Ultima Hora berichtet, wurde die Störung durch den Sturz eines Kabelmastes im Südwesten der Inselhauptstadt ausgelöst. Mehr als zwei Wochen nach dem Vorfall ist die Glasfaserverbindung weiterhin nicht wiederhergestellt.

Nach Angaben der Anwohner sind sämtliche Anbieter gleichermaßen betroffen. Manuel Sánchez, Bewohner des Viertels, erklärte, unmittelbar nach dem Vorfall sei von einem "massiven Ausfall" die Rede gewesen – zugleich habe man eine priorisierte Bearbeitung zugesichert. Dennoch besteht die Störung auch Mitte Februar unverändert fort.

Technikern zufolge liegt die Ursache in der übergeordneten Infrastruktur des spanischen Telekommunikationsunternehmens Movistar. Solange die zentrale Anschlussleitung nicht instand gesetzt ist, können auch andere Anbieter ihre Dienste nicht wieder aufnehmen, da sie dieselbe Leitungsstruktur nutzen. Die jeweiligen Vertragsverhältnisse der Haushalte ändern nichts an dieser technischen Abhängigkeit.

Vor Ort sind die Folgen weiterhin sichtbar: Kabel liegen noch immer am Boden. Nach Angaben der Betreiber verzögert sich die Reparatur unter anderem wegen ausstehender Genehmigungen der Stadtverwaltung, die für notwendige Bauarbeiten und Straßensperrungen erforderlich sind. Ohne diese Freigaben könne die Instandsetzung nicht abgeschlossen werden.

Die Verzögerung hängt mit den städtischen Genehmigungen zusammen, die für die Straßensperrung und die Reparatur nötig sind.

Der Ausfall hat spürbare Auswirkungen auf den Alltag im Viertel. Zahlreiche Bewohner arbeiten im Homeoffice und sind seit Beginn der Störung auf mobile Datenverbindungen angewiesen. Zwar stellen die Unternehmen zusätzliches Datenvolumen zur Verfügung, doch betrachten die Betroffenen dies lediglich als Übergangslösung. Eine stabile und leistungsfähige Glasfaserverbindung lässt sich dadurch nicht ersetzen.

Auch gewerbliche Nutzer sind betroffen. Ein Coworking-Space im Viertel musste seinen Betrieb vorübergehend einstellen, da ohne verlässliche Internetverbindung keine Dienstleistungen erbracht werden konnten. Unter den Anwohnern wächst der Unmut. Sie kritisieren, dass die Unternehmen auf infrastrukturelle Zuständigkeiten verweisen, während eine zeitnahe Lösung bislang nicht in Sicht ist. Wann die digitale Grundversorgung im Stadtteil wieder vollständig hergestellt sein wird, bleibt vorerst unklar.

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