Dieser mallorquinische Künstler könnte Kunstgeschichte schreiben: Domingo Zapata hat nach eigenen Angaben einen der ambitioniertesten Aufträge seiner Laufbahn erhalten. Die Regierung Saudi-Arabiens habe ihm einen "Blankoscheck" ausgestellt, um in der Hauptstadt Riad ein Wandgemälde von kolossalen Ausmaßen zu schaffen, das "aus dem Weltraum sichtbar" sein werde.
Das vom saudischen Kulturministerium vorangetriebene Projekt umfasst eine Fläche von rund 50.000 Quadratmetern — das entspricht etwa neun Fußballfeldern. An dem Werk soll ein großes multidisziplinäres Team aus mehr als hundert Künstlern, Ingenieuren und Architekten arbeiten; die Umsetzung könnte sich über vier bis sechs Jahre erstrecken. Berichten zufolge gibt es kein festgelegtes Budget, sodass der Künstler ohne finanzielle Einschränkungen an einem Konzept arbeiten kann, das als "globaler Meilenstein" gedacht ist.
Vergleichbar mit der Sixtinischen Kapelle
Der mallorquinische Künstler Zapata, der zwischen den USA und Dubai lebt, bezeichnete die Initiative als sein "Opus magnum" und deutete an, dass es sich um sein letztes großformatiges Wandprojekt handeln könnte. Das Werk solle über das rein Ästhetische hinausgehen und zu einer universellen Botschaft über Menschlichkeit, Liebe, Einheit und Fortschritt werden. In seinen Aussagen verglich er die "symbolische Dimension des Projekts mit der Sixtinischen Kapelle" und verwies auf die Absicht, ein Werk "mit zeitloser und spiritueller Ausrichtung im Kontext des Nahen Ostens" zu schaffen.
Die Initiative ist Teil der saudischen Strategie, ihre Positionierung als internationales Kulturzentrum zu stärken und bedeutende Persönlichkeiten der Gegenwartskunst anzuziehen. In den vergangenen Jahren hat das Land im Zuge seines Öffnungs- und Modernisierungsprozesses umfangreiche Veränderungen seines kulturellen und künstlerischen Angebots vorangetrieben.
Er hat Werke am Times Square
Es ist nicht das erste Mal, dass der Mallorca-Künstler Zapata monumentale Projekte realisiert. Im Laufe seiner Karriere hat er großformatige Interventionen an ikonischen Orten wie dem berühmten Times Square in New York City umgesetzt und dabei einen expressiven, vibrierenden Stil etabliert, der klassische Bezüge mit einer zeitgenössischen urbanen Ästhetik verbindet. Mit dieser Herausforderung stößt Zapata eine Reflexion über die Reichweite der Kunst im 21. Jahrhundert an — ein Werk, das nicht nur von der Erde aus, sondern sogar aus dem All betrachtet werden soll.