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"Unzulässig": Kegelbrüder bekommen Großteil ihrer Kaution auf Mallorca zurückerstattet

Ein Berufungsgericht in Palma entschied, dass die Zahlung auf 131.430,60 Euro verringert wird. Die Kegelbrüder bekommen also 368.569,40 Euro zurück

Zwei der Kegelbrüder bei ihrer Festnahme | Foto: Ultima Hora

| | Palma, Mallorca |

Die sogenannten Kegelbrüder aus Münster, die auf Mallorca wegen Brandstiftung angeklagt sind, bekommen einen Großteil ihrer Kaution zurück. Dies entschied jetzt ein Berufungsgericht in Palma. Die ursprüngliche Schadensschätzung des Richters sei "un­verhältnismäßig" und "unzuläs­sig" gewesen, hieß es zur Begründung.

Die Betreiberin der zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt – Mai 2022 – in El Arenal befindlichen Bar hatte neben den Sachschäden auch ei­nen Verdienstausfall von einer halben Million Euro angegeben. Für die Anwälte von drei der Angeklagten sei dies aber "weder nachgewiesen, noch indiziell belegt". Dem stimmte das Berufungsgericht in Palma jetzt zu.

Acht Kegelbrüder befanden sich 56 Tage in U-Haft

Die 13 Kegelbrüder stehen nach dem Brand im Fokus der spanischen Ermittler. Es geht dabei um Brandstiftung. Während fünf Mitglieder der Kegelbrüder freigelassen wurden, verbrachten acht von ihnen 56 Tage in Haft. Erst nach Zahlung der Kaution von einer halben Million Euro konnten sie nach Deutschland heimkehren. Das Berufungsgericht entschied nun, dass die Kaution auf 131.430,60 Euro verringert wird. Die Kegelbrüder bekommen also 368.569,40 Euro zurück.

Hintergrund: Nachdem sie im Hotel „whala!beach“ eingecheckt hatten, sollen laut Polizei von ihrem Balkon mehrere Zigaretten auf das Vordach der Bar „Why Not Mallorca“ geworfen worden sein, was ein Feuer auslöste. Die von Deutschen betriebene Bar wurde zerstört. Ein Bordell, eine Privatwohnung und Teile des angrenzenden Hotels wurden beschädigt. Am Anfang dieser Woche war gegen die acht deutschen Urlauber Anklage erhoben worden, mehr dazu lesen Sie hier.

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