Eingebettet zwischen dem Hafen von Palma de Mallorca und der Burg Bellver liegt eines der aufstrebenden Viertel der Inselhauptstadt: El Terreno. Weil in dem Barrio immer mehr Hotels, Wohnkomplexe und auch ein neues Schwimmbad entstehen, leiden Anwohner nunmehr seit Jahren unter den Folgen: "Wir sind die Jahre voller Staub, Lärm und Verzögerungen leid", äußerten sie sich im Gespräch mit der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".
Das Viertel El Terreno ist in den vergangenen Jahren auch bei ausländischen Immobilienkäufern immer beliebter geworden. Viele Deutsche und Schweden kaufen alte Villen in dem Barrio auf und lassen sie umfangreich modernisieren. Das Viertel bietet nicht nur Nähe zum historischen Zentrum und den Stränden im Westen der Inselhauptstadt, sondern auch eine gute Verkehrsanbindung. In den vergangenen Jahren haben viele Hotels eröffnet, aber auch Bars, Restaurants, ein Blumenladen und eine Bäckerei. An der Hauptstraße ist auch noch eine neue Tedi-Filiale entstanden.
Bald soll das Schwimmbad eröffnen
Jahrelange Bauarbeiten und wiederholte Verzögerungen, die – allem Anschein nach – erst im kommenden Sommer mit der lang erwarteten Eröffnung des Schwimmbad- und Parkkomplexes von s’Aigo Dolça, nur wenige Meter von der Hafenpromenade Paseo Marítimo entfernt, enden sollen, haben bei Anwohnern, Geschäftsleuten und in dem gesamten Viertel deutliche Spuren hinterlassen. Manche packten zu bestimmten Zeiten des Jahres sogar ihre Koffer, um dem Anblick der Baustelle und dem Lärm zu entkommen, die den Alltag an jenem Ort geprägt haben.
Obwohl die Bauarbeiten an dem neuen Schwimmbad in El Terreno inzwischen auf die Zielgerade einbiegen, versichern die Anwohner, sie hätten in diesen Jahren "Strom- oder Gasabschaltungen" erlitten. Es habe einen Punkt gegeben, "an dem wir nicht mehr geglaubt haben, was man uns sagte." Diese Probleme hätten zugleich zu einer Verteuerung des Projekts geführt – bedingt durch Schwierigkeiten und technische Unwägbarkeiten wie das Auftreten von Grundwasserschichten oder Hohlräumen, die nach der bereits 2021 erfolgten Vergabe der Bauarbeiten Änderungen am ursprünglichen Projekt erforderlich machten.
Nerven der Anwohner liegen blank
"Viel zu lange war die Straße gesperrt, wir wollen einfach nur, dass das endlich vorbei ist", erklärt ein Anwohner des Viertels, der wegen der Belastungen zeitweise wegziehen musste – in der Hoffnung, "dass es am Ende wenigstens dem Viertel zugutekommt, nach drei unerträglichen Jahren". Die Straße s’Aigo Dolça ist eine wichtige Verbindungsachse zwischen dem Paseo Marítimo und der Plaça Gomila und wird Standort der so erwarteten Sportanlage sein, die die Nachfolge des aufgegebenen Schwimmbads antritt, das vor fast einem Jahrhundert ein Wahrzeichen Palmas und des Schwimmsports gewesen war.