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Rückenflosse klar sichtbar: Zwei-Meter-Hai schwimmt durch Hafenbecken von Ibiza-Stadt!

Am Montagmorgen sorgte das Tier für Staunen unter Augenzeugen. Dass die Meeressäuger Menschen so nahe kommen, ist eher unüblich

Der Hai wurde am Montagmorgen im Hafenbecken von Ibiza-Stadt gesichtet | Video: R.I.

| Ibiza |

Das war aber eine Überraschung auf Mallorcas Nachbarinsel: Ein rund zwei Meter langer Hai ist am frühen Montagmorgen schwimmend im Hafen von Ibiza-Stadt aufgetaucht. Die imposante Präsenz dieses großen Raubtiers ließ all jene staunen, die sich heute Morgen im Bereich des Hafenbeckens es Botafoc aufhielten und keinen Moment zögerten, ihre Handys zu zücken, um das Tier zu filmen.

„Er muss wegen des schlechten Wetters die Orientierung verloren haben“, kommentierte eine der Personen, die dem Hai begegnet sind. Tatsächlich ist es nicht üblich, Haie in den Häfen der Balearen umherschwimmen zu sehen. Auf den Aufnahmen ist zu erkennen, wie der Hai zwischen den Stegen hin- und herschwimmt, während Zeugen eine kleine Verletzung am oberen Teil der ersten Rückenflosse wahrnahmen. „Es sieht aus, als wäre er gebissen worden“, merkten sie an.

Haie kommen den Städten immer näher

Die Präsenz dieses Meerestiers, von dem mehr als 465 verschiedene Arten bekannt sind, ist seit über 450 Millionen Jahren dokumentiert. Haie stehen an der Spitze ihrer Nahrungskette, da sie „die grundlegende Funktion erfüllt, die Population anderer, unter ihr stehender Arten zu regulieren“, erinnert National Geographic.

Was ihre zunehmende Präsenz in der Nähe von Städten und urbanen Gebieten auch rund um die Balearen betrifft, verweist das Magazin auf eine Studie von Wissenschaftlern der Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science der Universität Miami. Untersucht wurde das Verhalten von drei Haiarten (Bullenhai, Ammenhai und Hammerhai). Die Studie kam zu dem Schluss, dass sich Haie immer stärker an die Anwesenheit von Menschen gewöhnen.

Den Forschern zufolge ähnelten die Verhaltensweisen der beobachteten Tiere denen von Landarten, die sich an urbane Umgebungen anpassen können. „Es schien, als würden sie vor den Aktivitäten in Küstengebieten nicht zurückschrecken. Im Gegenteil, sie wirkten interessiert an menschlichen Aktivitäten“, zitiert National Geographic die Studienergebnisse. In diesem Zusammenhang erklären die Experten, dass Haie unter anderem vom Geruch der Fangreste angezogen werden, die Fischer in Hafennähe ins Meer zurückwerfen.

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