Das Projekt zum Bau eines Sprengstofflagers auf dem Luftwaffenstützpunkt Son Sant Joan scheint genau das geblieben zu sein: ein Projekt. Wie die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" erfahren hat, wurden die Pläne der spanischen Luftwaffe und des Verteidigungsministeriums, diese logistische Einrichtung aufgrund seiner strategisch bedeutsamen Lage im westlichen Mittelmeerraum zu errichten, vorerst auf Eis gelegt. Und das, obwohl das Gebiet, in dem es errichtet werden sollte, bereits eingezäunt wurde.
Nun wird nach Alternativen und neuen Standorten gesucht, allem Anschein nach außerhalb der Insel, Das Vorhaben hatte für großes Aufsehen in der mallorquinischen Gesellschaft gesorgt. Die Unruhe, die dieses auf institutioneller Ebene ausgelöst hat, sowie die Besorgnis der Tourismusbranche waren Faktoren, die die jetzige Entscheidung beeinflusst haben dürften, den Plan zum Bau des Sprengstofflagers auf dem Luftwaffenstützpunkt in Palma zu stoppen.
Technischer Bericht: Geplante Anlage gar nicht so schlimm
Ein technischer Bericht reduzierte allerdings das Risiko des geplanten und letztendlich auf Eis gelegten Sprengstofflagers. In den mehr als tausend Seiten umfassenden Unterlagen wurde eine pyrotechnische Sicherheitsstudie vorgestellt, in der die Sicherheitsabstände des Geländes zu anderen militärischen, zivilen und flughafenbezogenen Infrastrukturen untersucht wurden.
Da die Sicherheitsabstände für die maximale Lagerkapazität (75 Tonnen) „unzulässig” wären, wurden in dem Text eine Reihe von Vorschlägen für Sicherheitsabstände zu nahe gelegenen Standorten beschrieben und eine Mindestlänge für vier mögliche Konfigurationen von Ladungsbeschränkungen berechnet.