Deutsche Medien berichten zunehmend über Fake-Strände auf Mallorca, die im Internet von Massifizierungsgegnern angepriesen werden, um Touristen in die Irre zu führen. Portale wie www.reisereporter.de, www.watson.de oder die Frankfurter Neue Presse (www.fnp.de) schrieben in den vergangenen Wochen gehäuft darüber.
Die Rede ist unter anderem von "fiesen Fakes" und "betrügerischen Geheimtipps". Tatsächlich hatten Aktivisten in sozialen Netzwerken Calas unter anderem mit gefährlichen "No-Go-Areas" wie Son Banya, Son Gotleu oder "Korea" – einem berüchtigten Palma-Viertel – in Verbindung gebracht.
"So schützt Ihr Eure Familie"
Die Angelegenheit mit den Fake-Stränden wurde von Medienschaffenden in Deutschland zum Teil dermaßen ernst genommen, dass Mallorca-Freunde in Artikeln sogar regelrecht in Alarmbereitschaft versetzt wurden. Der Auftritt www.familie.de warnte Urlauber in einer Zwischenüberschrift folgendermaßen: "So schützt Ihr Eure Familie vor der Fake-Strand-Masche".
Hintergrund der Internet-Aktionen ist eine zunemende Unzufriedenheit auf Mallorca mit den vielen Touristen. An der letzten Anti-Massifizierungsdemonstration am 15. Juni hatten Tausende Einheimische teilgenommen. Angehörige von Splittergruppen nutzten die Gelegenheit, um eine generelle Stimmungsmache gegen Deutsche oder andere Ausländer vom Zaun zu brechen.